Nocte Obducta
Hammergeddon 666 (Die Katakomben betritt man nicht allein)



1. Hammergeddon

Es ist vorüber
Es ist vorbei
Entzauberte Engel kotzen die Verzeiflung in den schmierig grauen Schnee
Auf tote Knospen unter den Bäumen
Der Glaube an die Frucht verloren
Es ist vorüber
Es ist so lange schon vorbei

Exkremente türmen sich auf vor nackten Mauern
Zu viel Scheiße
Vor zu viel Blindheit
Und Angst zermürbt die Zinnen

Die nackten Füße taumeln durch die Kotze, durch den Schnee
Der Schnee zieht Fäden

Am Horizont die schwarzen Flammen
Sie wandern nicht
Sie warten nur
Und dann
Rollt alles aufeindander zu
Im Irrsinn rasender Lähmung
In stoischem Verfall
Mit der Gewalt sterbender Sterne


2. Schorm

Das Strahlen seiner sterbenden Sterne in sanften, grauen Grotten
Und immer ein schlenderndes Schmunzeln am Wegesrand
Sanftheit
Schlendern
Verrotten in Schatten
Das Grau treibt aus und mordet ohne Taten

Gib uns noch einmal das Astwerk im Rücken, die gläsernen Sonnen
Das Leichte im Sehnen nach Schwere und Schmerz
Noch einmal das tückische Streben nach Reife im kindlichen Herz

Die sterbenden Sterne
Die standen genau
Dort über dem Astwerk am Himmel
Noch vor dem Grau
Noch lange vor der ganzen Scheiße


3. Blut, Bier, Dunkelheit

Diese Blumen, die du bringst, von welchem Grab sind sie gepflückt?
Zu welchem klammen Bett der Fäulnis hast du dich hinab gebückt?
Du kamst mit Schönheit
Du bist befleckt
Du hast gesündigt
Etwas geweckt

Totenglocken
Und dein Kajal tropft in mein Bier
Verkrüppelt kricht der Mond und ist nicht halb so voll wie wir

Sieh in die Nacht, bist du zum Reisen bereit?
Der kalte Mond ertrinkt in Blut, in Bier, in Dunkelheit
Dein zartes Zögern verliert seine Unschuld an die Ewigkeit

Das Blut rinnt von den Lippen, und das Biert fließt aus den Flaschen
In Rot getränkt dein Kleid, wir sollten es mal wieder waschen
Du hast den einen Schritt getan
Aus den Gräbern weht der Wind
Du hast von diesem Fluss geträumt
Das war der Robicon, mein Kind

Donnergrollen
Die Hölle bricht aus Kenotaphen
Der Mond stürzt plump ins Beinhaus, wo die Namenlosen schlafen

Sieh in die Nacht, bist du zum Gehen bereit?
Der kalte Mond ertrinkt in Blut, in Bier, in Dunkelheit
Dein falsches Zögern verliert sein Gesicht an die Unendlichkeit


4. Faustphisto

Phosphoros
Erhelle die Gewölbe
Die Katakomben betritt man nich allein
Die Seilschaft in der Dunkelheit
Wird immer heilig sein
Faustphisto
Im Herzen der Hügel
Ein Wald aus Eisen
Im Wald der Herzen beginnen die Reisen
Wir wollen wieder Verführer und Verführte sein
Nichts wissen
Nur wollen
Die Katakomben betritt man nicht allein
5. Auf wortlosen Fluren (Gemälde derer, die schieden – Teil III) 08:58 Hide lyrics
Gebeugt vor den Spiegeln - im Rücken die Rahmen
Der Anblick, den lange wir mieden
Die eigenen Züge, die längst leeren Krüge
Die Gemälde derer, die schieden

Die staubigen Monde, sie stürzen seit Jahren
Auf Hallen uns'rer Galerien
Und trösten auf schweigenden Fluren Betrachter
Die sich manches Bild nie verziehen

Und manchmal am Abend am Ende des Sommers
Wenn klammere Winde schon gehen
Wird man, wenn die Werke im Halbschatten schlummern
Den Lidschlag Verblichener sehen

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