KRITIK SPARK 9/98 DARKSIDE Evolution 5,5 Punkte von 7 Die österreichische Deathmetal band DARKSIDE meldet sich wieder mit frischem Material. Gleich zu Beginn mu_ ich anmerken, da_ ich durch ihr neuestes Werk angenehm nberrascht wurde. Ihr Erstling war sehr gut, den Nachfolger habe ich nur im Vorbeigehen gehört, mir blieb aber der etwas flache, trockene Sound in Erinnerung, obwohl die dnstere AtmosphSre des gesamten Albums zu den Positiva zu zShlen wSre. Der dritte Streich hat es aber wirklich in sich. Der orientalisch angehauchte und von Horroreffekten begleitete Opener „In The Beginning“ geht nahtlos in den Nackenbrecher „The Gloaming“ nber, der durch seine kalte BrutalitSt der Gitarre samt rasenden Drums und einer kalten Wand frostiger Keyboards besticht. Das typisch death-metallige Hacken der Gitarre rundet das angenehme ERLEBNIS AB: Die Musik ist sehr „cool“ und alles folgt Schlag auf Schlag. Der Gesang ist ausdrucksvoll und nberzeugend. „Souls Of Led Blackness“ bringt tragende Keyboards, in einer eher gotischen Form, um den Hörer im rechten Augenblick mit einem super brutalen Gitarrenriff zu erlösen, begleitet von bedrohlichen Vocals. Der Song hat eine vielfSltigere Struktur als der vorhergegangene. Zur Unterstntzung tragen wieder eisige KeyboardklSnge bei und runden das Gesamtbild ab. „Evolution“ ist ein klassischer Deathmetal song mit Keyboardschattenspielen und einem gotischen Mittelteil. Das langsamere „Traces Of Red“ gehört zu den vielfSltigsten Stncken auf diesem Album. Es ist voll von verschiedenartigsten Motiven, Tempiwechsel und geschickten Arrangements, wobei sich der Song aber immer zumindest im Midtempobereich bewegt. Das dnster, atmosphSrische „Spiritual Galleries“ verbirgt in der Einleitung einen Hauch von griechischer Folklore, ist wShrend der gesamten Dauer von mSchtigen, dumpfen Keyboards unterstntzt, aus denen ein sehr gelungenes Gitarrensolo emporsteigt. Die Vocals sind etwas höher angesetzt und fallen nicht so oft in die brutale Tiefe. Das experimentelle Instrumental „Pink Frog-Cold Smoke“ stellt einen richtigen Schock durch seine untypische Machart da, und man könnte sagen, das es sich um das interessanteste und beste Teil der ganzen Cd handelt. Das anschlie_ende „Whores Bleeding Magick“ ist wiederum ein typisch DARKSIDEsches Death-teil, diesmal jedoch ohne Keyboards. Das vorletzte „Till (Y)our Bitter End“ beginnt mit einem verhaltenen Rezitativ unter Begleitung von Streichern, Keyboards schneidenden Gitarren und donnernden Drums. Der Song wechselt mehrmals das Tempo, besticht durch die Vielfalt der AtmosphSren. Das Ganze wird vom Instrumental „In Silence“ abgeschlossen. Aufgenommen wurde im Studio Hazienda unter der produktionstechnischen Aufsicht von Dodo dieses Jahr im April und ich mu_ zugeben, da_ hier wirklich hervoragende Arbeit geleistet wurde. Blackmoon